PENSION AGORA  am BAFA SEE  

Gucksdu !

 Schöne Bilder vom Eselwandern

   

 

Trekking auf “karischen” Wegen

Ein weiteres Angebot unseres Agora-Teams ist ein 4-tägiges Trekking über den Latmos mit der Besteigung des höchsten Gipfels, des Tekerlek Dagi auf 1.375 m. Bei dieser Wandertour werden die Teilnehmer auf antiken Pflasterwegen durch das Felsenlabyrinth aus Gneis, Granit und Glimmerschiefer unterwegs sein. Die vielen prähistorischen Felsmalereien und andere Spuren jungsteinzeitlicher Bewohner des Latmos sind die kulturellen Sehenswürdigkeiten dieser Wanderreise. Weitere Höhepunkte dieses Trekkingabenteuers sind Byzantinische Klöster, Eremitenhöhlen und natürlich die herrliche Felslandschaft des Latmos Gebirges.

Alle Teilnehmer müssen einen kleinen Tagesrucksack selbst tragen. Auf der Wanderung wird man meistens in Zelten oder einfachen Dorfhütten der “Nomaden” übernachten. Ein reger Kontakt zu der einheimischen Bevölkerung ist damit garantiert.

1. Tag - Almen im Latmos

Nach einem üppigen Frühstück geht die Wanderung gleich bei der Agora Pension los. Auf einem der vielen Pfade geht es zunächst nordwärts an der Stadtmauer entlang bis nach ca. einer halben Stunde der Weg als eine antike Pflasterstrasse zu erkennen ist. Diese über 2.000 Jahre alte Handelsstraße und Lebensader der Karier ist heutzutage, obwohl teilweise stark verfallen und überwuchert, ein herrlicher Wanderweg durch die wilden Felsschluchten des Latmos. Nach vier Stunden erreichen wir die Sommerweide der Yörüken, sesshaft gewordene Nomaden. Tee trinken, Lager aufschlagen und ausruhen. Am späten Nachmittag geht es zu den bekanntesten, jungsteinzeitlichen Felsenbildern der Karadere-Höhle mit Darstellung des Regen- und Wettergottes auf dem Gipfel des Latmos.Ein typisches Nomadenmahl bei der Sennerin Hatice gehört zu den Höhepunkten des ersten Wandertages.

 

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2. Tag - Auf den Spuren eines Säulenheiligen

Wir verlassen den schönen Weiler und steigen ostwärts weiter hinauf in den Latmos. Der Weg ist deutlich steiler und unwegsamer als am Vortag. Nach einer Stunden erreichen wir die Ruinen des Stylos-Klosters. Hier lebte und wirkte im Mittelalter der Säulenheilige “Paulus der Jüngere”. Seine Einsiedelei ist eine Höhle auf einer Felsspitze, wo er 12 Jahre als Säulenheiliger verbrachte. Der Weg hinauf zur “Pankrator Höhle” verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Fresken an der kuppelförmigen Decke sollen aus der Mitte des 9. Jahrhunderts stammen.
Nachdem wir das Styloskloster verlassen haben, stoßen wir wieder auf eine antike Pflasterstrasse, die uns weiter hinauf in den Latmos führt. Eine Stunde später erreichen wir den Yuvatepe-Pass, und es eröffnet sich ein grandioser Blick auf die Nordseite des Latmos-Gebirges. An einem kleinen Bach wird gerastet, es gibt Würstchen vom Grill, Tomaten, Gurken und Schafskäse. So gestärkt geht es eine Stunde später weiter. Unser nächstes Ziel ist die antike Burg von Bagircik. Auf einem 800 m hohen Bergrücken sind Befestigungsmauern, Felsengräber, Reste von Tempeln  und gepflasterte Wege einer antiken Siedlung zu finden. Das Spektakuläre dieses Ortes sind nicht  große antike Bauten sondern seine exponierte Lage. Man hat hier ein Rundumpanorama über das ganze Felsengewirr des Latmos. Das Dorf Bagarcik erreichen wir nach einer halben Stunde gemütlichen Schrittes durch einen immergrünen Pinienwald.
Abendessen und Übernachtung bei Mevlüt, einem lustigen Dörfler.
 

3. Tag - Gipfeltag

Zunächst geht es an einem Bach entlang durch den herrlichen Pinienwald in südwestlicher Richtung den Gipfeln des Latmos entgegen. In 2 Stunden auf Almwegen erreichen wir die Sommerweiden von Bagircik. Alte Steinhütten und mit Steinmauern begrenzte Weideflächen sind Zeugnisse uralter Kulturlandschaft. Eine ausgedehnte Fotorast an dieser Stelle ist obligatorisch. Nach einer halben Stunde steilen Aufstiegs auf dem Bergkamm angelangt, gibt es die wohlverdiente Brotzeit bei herrlicher Aussicht auf den Bafa See. Ab hier hat das Gelände alpinen Charakter. Schluchten, Felsspalten und große, herumliegende Felsblöcke geben den Weg vor. Nach einer knappen Stunde stehen wir dann vor dem letzten Aufstieg zum Gipfel. Die Schlüsselstelle ist ein fast senkrechter durch Felsstürze entstandener Tunnel, der am Ausgang noch mit einem Knick den Durchstieg erschwert. Es fehlen nur noch ein paar Meter Kletterei zum Gipfel hinauf. Der Felsen ist sehr griffig. Weiter oben erleichtern zusätzlich ein paar Stufen aus der Jungsteinzeit den Aufstieg. Dann endlich ist der Sitz des Wetter- und Regengottes erreicht. Nachdem man sich ausgiebig am Panorama sattgesehen hat, geht es über den gleichen Weg zurück zu den Rucksäcken, die wir am Eingang des Tunnels abgestellt hatten. Am Lagerplatz  weiter unten werden dann für die letzte Nacht die Zelte aufgeschlagen.

 

4. Tag - Der Abstieg

Durch einen Wald aus Pinien, Rotkiefern, Steineichen und an den Wasserrinnen großen Platanen geht es auf Almwegen hinab in Richtung Süden zu unserem letzten Wanderziel der Reise. In 3-4 Stunden ist der Treffpunkt - das Teehaus von Karahayit erreicht. Bei einem Tee lassen wir das Trekking ausklingen. Jetzt gilt es nur noch auszumachen, in welcher Reihenfolge das kleine Hamam in der Agora Pension benutzt wird, denn darauf freuen sich alle nach dem vielen Schwitzen.

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Ein besonders schönes Mitbringsel ist ein Fläschchen Olivenöl, das man nach traditioneller Art selbst hergestellt hat. Ist ein bisschen anstrengend, macht aber viel Spaß!

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